Konstruktion und Dekonstruktion im Reise- und Outdoorbereich

Im Zusammenhang des Themas „Konstruktion und Dekonstruktion“ interessierten wir uns sehr für Collapsibles. Wir fokussierten uns dabei auf die Erarbeitung und Analyse von Reise- und Outdoor-Artikeln im Bereich Komprimierung und die damit verbundenen Techniken. In diesem Bereich ist das Sparen von Volumen und Gewicht ein essentieller Faktor und somit lassen sich dort viele Beispiele für Collapsibles finden, die wir anhand von Papierfaltungen veranschaulichen und vereinfacht erklären.

Um eine Auswahl an zu bearbeitenden Mechanismen zu treffen, sichteten wir in dem Outdoor-Geschäft „Unterwegs“ verschiedenste Gegenstände. Diese erprobten wir auf Realisierbarkeit und Sinnhaftigkeit. Wir legten uns auf sieben beispielhafte Komprimierungstechniken fest und erstellten Informationskarten mit Materialvoraussetzungen, Beispielen und der grafischen Veranschaulichung der Falttechniken.

Es stellte sich heraus, dass viele verschiedene Komprimierungsmethoden vorhanden sind. Diese sind abhängig von Material, Zeitaufwand und Kosten. Somit können Komprimierungen wie Falten, Knüllen oder Rollen für ähnliche Gegenstände angewandt werden. Jedoch sind sie Mechanismen bei den verschiedenen Objekten unterschiedlich effektiv. So würde ein dünnes Handtuch im geknüllten Zustand viel mehr Platz einnehmen als im Gerollten. Auch eine Kombination aus Mechanismen ist möglich. So kann ein Schlafsack zusammengerollt und teils geknüllt werden. Daraus ergibt sich, dass vor allem die Materialvoraussetzungen für die jeweilige Technik maßgeblich von Bedeutung sind. Ein Wanderstock mit Teleskopmechanismus funktioniert nur, wenn dieser die vorausgesetzte Stabilität aufweist. Ebenso kann ein Handtuch nur geknüllt werden, wenn es flexibel genug ist.

Projekt von Laura Bockel & Jakob Göbel / Wintersemester 2016/17