Konstruktion dekonstruierbarer Körper

In diesem Vertiefungsprojekt unter dem Thema „Konstruktion und Dekonstruktion“ werden Konstruktion und Dekonstruierbarkeit verschiedener Papierkörper untersucht. Experimentell werden unterschiedliche Falttechniken auf ihre Tauglichkeit überprüft und so optimiert, dass sich der entstandene Körper in sich dekonstruieren, also zusammenfalten lässt. Zu Beginn werden die Grundfaktoren ermittelt, die es ermöglichen, einen Körper durch Druck zu dekonstruieren, ohne in zu zerstören. Im weiteren Verlauf des Experiments werden verschiedene Techniken erprobt, die es ermöglichen, komplexe Körper zu konstruieren, auf die diese Faktoren zutreffen. Die Dekonstruktion kann dabei in verschiedene Richtungen erfolgen: durch einfaches Zusammendrücken, Zusammenschieben oder Verdrehen. Untersucht werden dabei auch die Auswirkungen verschiedener Parameter auf die Form, Stabilität und Maße der Körper.

Um einen Körper oder ein Relief zusammenfalten zu können, müssen alle Flächen mit Hilfe von Gegenbrüchen deckungsgleich übereinander gelegt werden. Diese Gegenbrüche werden auch Berg- und Talfalz genannt. Ein Bergfalz gibt dem Papier eine Ausrichtung nach oben, ein Talfalz entsprechend nach unten. Bilden sich mittels der Gegenbrüche deckungsgleiche Flächen lässt sich das Objekt zusammenfalten/dekonstruieren.

Projekt von Hannah Hechinger / Wintersemester 2016/17