Kleider machen Leute – Kleiderordnungen im Wandel der Zeit am Beispiel von Anzug und Kleid

In unserem Semesterprojekt haben wir uns mit verschiedenen Kleiderordnungen im Wandel der Zeit beschäftigt. Oft sind wir da auf den geschichtlichen Hintergrund der Kleidung gestoßen, die offensichtlich mit Kleiderordnungen der verschiedenen Völker zusammen hängt. Wir beschreiben mit unserem Buch die Entstehung des Kleides und des Anzugs in Zentraleuropa und dem Mittelmeerraum seit der Jungsteinzeit. Durch tiefe Recherchephasen konnten wir interessante Kleiderordnungen im Wandel der Zeit feststellen. Wir gehen ebenfalls auch auf parallel laufende Entwicklungen in unterschiedlichen Regionen ein und schauen, wie sich dort die Kleidung verändert hat. Diese Entwicklung stellen wir anhand von Illustrationen, die wir am Computer gezeichnet haben, dar. Die Puppen, ein Mann und eine Frau, stellen Stereotypen dar, sind also übergreifend gemeint und zeigen die wichtigsten Entwicklungsschritte. Sie werden passend zu jeder Epoche eingekleidet, geschminkt und mit modischem Beiwerk, wie zum Beispiel Schuhe, Schmuck oder Kopfbedeckungen, versehen. Durch die einzelnen Schritte wird gleichzeitig verständlich gemacht wie Kleid und Anzug entstanden sind. Wir zeigen mit unseren Illustrationen immer die mittlere Oberschicht der jeweiligen Länder und Epochen, da diese übergreifend in jeder Zeit am aktuellsten mit der Mode gingen und diese bestimmt haben. Durch sie wurde auch die Kleiderordnung bestimmt. Erklärende Texte neben den Illustrationen zeigen, welche Sitten, Bräuche und Kleiderregeln es zu der jeweiligen Zeit gab. Angefangen in der Jungsteinzeit, wo sich die Menschen zum ersten Mal mit Fellen bedeckten, gehen wir weiter auf die Mesopotamier ein. Weiter geht es mit der nordischen Bronzezeit, dann den Griechen, Römern und Germanen. Die Romanik war die erste Zeit des Mittelalters, gefolgt von der Gotik. Darauf folgt die Renaissance in Italien, in Spanien, Barock, Rokoko, Empire und als letztes im 19. Jahrhundert folgt der Jugendstil. Im 20. Jahrhundert beschreiben wir die goldenen Zwanziger, die Mode der Nachkriegszeit, die 60er bis 70er Jahre und als Abschluss die modischen Revolutionen von 1980 bis 1990. Ab diesem Zeitpunkt stagniert die Entwicklung von Kleid und Anzug und unsere Illustrationen kommen somit zum Ende. Unser Projekt stellt auch die Entwicklung der Kleidung des Mannes und der Frau gegenüber. Anfangs war der Mann sehr modebewusst und Mode stellte für den Mann ein wichtiges Rangmerkmal dar. Dies änderte sich im 19. Jahrhundert, wo die Frau für beide den Wohlstand präsentieren sollte. Die Illustrationen werden nebeneinander platziert und ermöglichen so einen direkten Vergleich.

Projekt von Julia Wiesmann und Luka Koning / Wintersemester 2014/15